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Commerzbank "trading buy" 14.11.2003
Vereins- und Westbank
Die Analystin der Vereins- und Westbank, Christina Bülow, stuft die Aktie der Commerzbank (ISIN DE0008032004 / WKN 803200) kurzfristig mit "trading buy" und langfristig mit "neutral" ein.
Die Neubewertung des Wertpapier- und Beteiligungsportfolios habe in Q3 Abschreibungen von 1,3 Mrd. EUR auf gelistete Beteiligungsunternehmen und fast 1 Mrd. EUR Wertberichtigung auf die at equity bilanzierten Beteiligungen Eurohypo und Jupiter ergeben. Damit sollten die stillen Lasten des Konzerns aus den Büchern beseitigt sein. Überraschend sei vor allem die Abschreibung von "über EUR 500 Mio." (VuWe: EUR 600-650 Mio.) auf die Eurohypo-Beteiligung (31,8%) gekommen. Im Zuge der Dekonsolidierung im vergangenen Jahr sei auf Basis von unabhängigen Bewertungsgutachten ein Gewinn von 721 Mio. EUR realisiert worden. Die Analysten würden den jetzigen Wertansatz als sehr konservativ einschätzen.
Zeitgleich mit der Veröffentlichung der Q3-Zahlen habe die Commerzbank eine Kapitalerhöhung um 10% der Aktien bekannt gegeben. Da die Erhöhung ohne Bezugsrechte für die Aktionäre durchgeführt worden sei und der Zuteilungskurs mit 14,25 EUR nur um 2,4% unterhalb des gewichteten Durchschnittskurses in Xetra während der Öffnung des Buches gelegen habe, habe sich kaum eine Kursverwässerung ergeben. Mit den erlösten 760 Mio. EUR und der bereits abgeschlossenen Veräußerung des 2%igen T-online-Anteils werde die Kernkapitalquote nach der Abschreibung der 2,3 Mrd. EUR die Zielmarke von 7% knapp erreichen.
Das operative Ergebnis sei insgesamt wenig überzeugend gewesen. Hinter der Ergebniserwartung der Analysten vor Steuern von 90 Mio. EUR sei der Konzern mit 72 Mio. EUR (bereinigt um die Abschreibungen von EUR 2.325 Mio.) deutlich zurückgeblieben, habe damit aber nur knapp unter der Konsensschätzung von 75 Mio. EUR gelegen.
Die im Vergleich zur Peer Group hohe Bewertung erhöhe das Korrekturpotenzial der Commerzbank-Aktie, sobald beispielsweise schlechte Makro-Daten fundamentale Bewertungsaspekte vermehrt in den Vordergrund rücken. Derzeit befinde sich die Aktie etwa in der Mitte der sich aus den Bewertungsansätzen ergebenden Handelsspanne.
Trotz des nicht überzeugenden operativen Ergebnisses und des Dividendenausfalls erwarte man mittelfristig das Überwiegen von Spekulationen auf eine mögliche Übernahme. Dies zeige sich in dem deutlich über dem fairen Wert liegenden Kursziel. Mit der Beseitigung der stillen Lasten habe die Commerzbank die Bilanz wesentlich bereinigt. Die Gewinn- und Verlustrechnung werde zukünftig v.a. durch den Wegfall von Goodwill-Abschreibungen transparenter. Die Risiken für potentielle Käufer seien reduziert worden.
Spekulativen Anlegern empfehlen die Analysten der Vereins- und Westbank im Hinblick auf eine mögliche Übernahme die derzeitigen Kurse zum Positionsaufbau zu nutzen und stufen die Aktie der Commerzbank auf "trading buy". Langfristig bleiben die Analysten der Vereins- und Westbank mit einem Kursziel von EUR 16 aber bei ihrer neutralen Anlageempfehlung für die Commerzbank-Aktie.
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